On The Origin Of Good Moves | Willy Hendriks

Geeignet für 1.600-2.300 DWZ*

On the Origin of Good Moves von Willy Hendriks ist eine historische Untersuchung darüber, wie Schach stärker wurde – und zugleich ein Trainingsbuch. Ausgangspunkt ist die verbreitete These, die Entwicklung eines Spielers gleiche der Schachgeschichte; Hendriks zeigt dagegen, dass der Fortschritt nicht in sauberen Stufen, sondern evolutionär, mit Zufällen und Umwegen, entstanden ist.

Dabei hinterfragt er Glaubenssätze: etwa Garri Kasparovs Stufenmodell, stereotype Rollenbilder (z. B. Anderssen als reiner Angreifer, Morphy als „Positionalist“) und Wilhelm Steinitz’ Ruf als Entdecker der „Gesetze“ des Positionsspiels. Zugleich wertet er frühe Beiträge neu (u. a. Greco), relativiert andere (Philidor) und rückt „neue Helden“ in den Blick.

Strukturell umfasst das Buch 36 Kapitel mit 166 Übungen; jede Einheit beginnt mit Aufgaben, deren Lösungen im Kapiteltext stecken. Der historische Bogen reicht von Greco bis Tarrasch. Viele Beispiele stammen aus wenig bekannten Partien und Positionen „aus den alten Tagen“ und sollen die Leser in die Schuhe der Meister von damals versetzen – nicht als bloßer Nostalgietrip, sondern mit dem erklärten Ziel, auch das individuelle Schach zu verbessern. Stilistisch ist das Buch provokant und anregend, bietet eine Alternative zum gängigen Narrativ und verbindet Recherche mit praxisnahen Aufgaben – „unterhaltsam und lohnend“, wie der Klappentext zusammenfasst.


Details:

Erscheinungsjahr: 2023 (1. Auflage 1997)
Seiten: 432
Verlag: New in Chess
Sprache: englisch


Rezensionen:

„The book provides a fascinating history of chess development“ (Forward Chess)


Video:

Willy Hendriks im Perpetual Chess Podcast:


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