Thomas Glavinic (*1972 in Graz) ist ein österreichischer Schriftsteller, bekannt für seine stilistische Vielfalt und mutigen Erzählansätze. Sein Werk umfasst Romane, Essays, Reportagen und Hörspiele, wurde vielfach ausgezeichnet und in 18 Sprachen übersetzt. Eine besondere Rolle spielt Schach, das er in seinem Debütroman Carl Haffners Liebe zum Unentschieden thematisierte.

Glavinic entdeckte Schach mit fünf Jahren und zählte mit 15 Jahren zu Österreichs besten Nachwuchsspielern. Diese Erfahrungen prägten seinen Roman, in dem der fiktive Schachmeister Carl Haffner gegen Emanuel Lasker um die Weltmeisterschaft antritt. Inspiriert von Carl Schlechter beleuchtet der Roman Themen wie Einsamkeit, innere Konflikte und den Druck der Schachwelt. Das Werk wurde mehrfach ausgezeichnet und gilt als literarisches Highlight zum Thema Schach.
Glavinic´ Werk zeigt, wie ein Nischenthema universelle Fragen aufgreifen kann. Glavinic bleibt ein Grenzgänger der Literatur, der mit seiner Schach-Leidenschaft ein bleibendes Erbe hinterlässt.

Alle Autoren findest du hier im ABC der Schachbuchautoren.
