Jose Raul Capablanca

Wunderkind, Weiberheld, Weltmeister: Jose Raul Capablanca y Graupera (* 19. November 1888 in Havanna; † 8. März 1942 in New York) war ein kubanischer Schachspieler und der dritte Weltmeister in der Geschichte des Schachs. Capablanca gilt als eines der größten Schachtalente aller Zeiten und war bekannt für seine klaren, intuitiven Züge und seine überragende Endspieltechnik.

Capablanca erlangte 1921 den Weltmeistertitel, als er den langjährigen Champion Emanuel Lasker in einem Match in Havanna besiegte. Das Duell war einseitig: Capablanca dominierte mit vier Siegen, zehn Remis und keiner Niederlage. Lasker gab das Match nach 14 Partien auf. Capablancas präziser Stil und seine Fähigkeit, Fehler zu vermeiden, galten als entscheidende Faktoren für seinen Erfolg.

Von Autor/-in unbekannt – http://www.gettyimages.co.uk/detail/news-photo/cuban-chess-champion-jose-raul-capablanca-news-photo/3378095, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=43321194

1927 versuchte er eine Titelverteidigung, als er in Buenos Aires gegen Alexander Aljechin antrat. In diesem Match, das über 34 Partien ging, unterlag Capablanca mit sechs Niederlagen, drei Siegen und 25 Remis. Aljechins aggressive Spielweise und tiefes Vorbereitungstraining erwiesen sich als erfolgreich gegen Capablancas stilistische Präzision.

Nach dem Verlust seines Titels bemühte sich Capablanca vergeblich um ein Rückmatch mit Aljechin. Er blieb jedoch weiterhin einer der stärksten Spieler seiner Zeit und trug wesentlich zur Popularisierung des Schachs bei. Seine höchste historische Elo-Zahl von 2877 erreichte Capablanca im Mai 1921 nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft gegen Lasker.

Capablanca starb 1942 an den Folgen eines Schlaganfalls und wird als eine der prägendsten Figuren der Schachgeschichte in Erinnerung behalten.

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