Jan Timman

Jan Timman (1951–2026) war über mehr als zwei Jahrzehnte eine der prägenden Figuren des Weltschachs. Der niederländische Großmeister, Autor und Analytiker gehörte zu den wichtigsten westlichen Spielern in einer Zeit, in der das Spitzenschach stark von der Sowjetunion dominiert wurde.

Wer war Jan Timman?

Timman wurde am 14. Dezember 1951 in Amsterdam geboren und früh von Ex-Weltmeister Max Euwe gefördert. 1971 wurde er Internationaler Meister, 1974 Großmeister. Zwischen 1974 und 1996 gewann er neunmal die niederländische Meisterschaft.

In den 1980er Jahren galt Timman als „Best of the West“. Im Januar 1982 stand er hinter Anatoli Karpow auf Rang zwei der Weltrangliste. Zu seinen bedeutendsten Erfolgen zählen Turniersiege in Wijk aan Zee, Linares, Tilburg und Mar del Plata.

Besonders nahe kam Timman dem Weltmeistertitel Anfang der 1990er Jahre. 1990 und 1992 erreichte er das Kandidatenfinale. 1993 spielte er gegen Anatoli Karpow um die FIDE-Weltmeisterschaft und wurde Vizeweltmeister.

Auch im Mannschaftsschach war Timman erfolgreich. Mit den Niederlanden gewann er bei der Schacholympiade 1976 Silber am ersten Brett. Auf Vereinsebene holte er zahlreiche nationale Titel und 1998 den European Club Cup.

Jan Timman
Von Stefan64 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24599288

Jan Timman als Schachautor

Neben seiner Karriere als Spitzenspieler machte sich Timman auch als Schachautor und Analytiker einen Namen. Er schrieb über Turniere, Weltklassespieler, Angriffsspiel und Endspiele und verband dabei eigene Erfahrungen mit tiefgehender Analyse.

Timman war außerdem eng mit dem Magazin New In Chess verbunden und beschäftigte sich intensiv mit Endspielstudien. Diese Verbindung aus praktischem Spitzenschach, Analyse und Schachkomposition prägt auch viele seiner Bücher.

Die bekanntesten Bücher von Jan Timman

Besonders bekannt ist Timman’s Titans, das 2017 mit dem ECF Book of the Year Award ausgezeichnet wurde. Darin porträtiert Timman einige der großen Spieler seiner Zeit und verbindet persönliche Erinnerungen mit ausführlichen Partieanalysen.

Weitere bekannte Werke sind Curacao 1962, On the Attack!, Power Chess with Pieces und The Art of the Endgame. Sie zeigen die große Bandbreite seiner Arbeit als Autor – von Turniergeschichte über Angriffsschach bis hin zu Endspielthemen.

Für wen eignen sich die Bücher von Jan Timman?

Die Bücher von Jan Timman richten sich vor allem an erfahrene Vereinsspieler und Turnierspieler. Besonders interessant sind sie für Leser, die aus ausführlich kommentierten Meisterpartien lernen und sich zugleich für Schachgeschichte und große Spielerpersönlichkeiten interessieren.

Seine Endspielbücher und Studienwerke eignen sich besonders für Spieler, die sich intensiver mit technischen und kompositorischen Aspekten des Schachs beschäftigen möchten.

Welches Buch von Jan Timman ist besonders empfehlenswert?

Als Einstieg bietet sich besonders Timman’s Titans an. Das Buch verbindet Biografie, Schachgeschichte und hochwertige Partieanalyse und zeigt sehr gut, wofür Timman als Autor steht. Wer sich stärker für Endspiele interessiert, findet in seinen entsprechenden Werken eine deutlich speziellere, aber ebenfalls sehr anspruchsvolle Lektüre.

Bücher von Jan Timman

Auf beste-schachbuecher.de besprochene Bücher von Jan Timman:

100 Endgame Studies You Must Know - Jan Timman

100 Endgame Studies You Must Know | Jan Timman

Geeignet für DWZ 1.600-2.300* Vielleicht liegt die größte Schönheit im Schach in den Endspielstudien. Wundervolle Wendungen auf dem Brett verbinden …
Timman´s Titans, GM Jan Timman

Timman´s Titans | Jan Timman

Geeignet für 1.300 – 2.200 DWZ* Jan Timman war von den späten 70er- bis zu den frühen 90er-Jahren einer der …

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