Emanuel Lasker

Emanuel Lasker (*24. Dezember 1868 in Berlinchen; † 11. Januar 1941 in New York) war Schachspieler, Mathematiker und Philosoph. Als zweiter offizieller Schachweltmeister nach Wilhelm Steinitz hielt er den Titel von 1894 bis 1921 – länger als jeder andere Weltmeister. Bis heute ist er der einzige deutsche Träger dieses Titels.

Lasker lernte mit zwölf Jahren von seinem Bruder Schach und entwickelte sich schnell zu einem Spitzenspieler. 1889 begann er ein Mathematikstudium, stellte es aber bald zugunsten seiner Schachkarriere zurück. Nach Erfolgen in Europa und den USA besiegte er 1894 Steinitz und wurde Weltmeister. In den folgenden Jahren verteidigte er seinen Titel erfolgreich gegen Frank Marshall, Siegbert Tarrasch, Carl Schlechter und Dawid Janowski.

Bundesarchiv Bild 102-00457, Emanuel Lasker – Emanuel Lasker – Wikipedia

Neben dem Schach blieb Lasker auch wissenschaftlich und philosophisch aktiv. Er promovierte 1900 in Mathematik; aus seiner Arbeit von 1905 ging später der Satz von Lasker-Noether hervor. Philosophisch entwickelte er in Schriften wie Kampf und Die Philosophie des Unvollendbar eigene Gedanken, die er unter dem Begriff „Machologie“ zusammenfasste. Außerdem beschäftigte er sich intensiv mit anderen Spielen wie Go, Bridge und Dame.

1921 verlor Lasker den Weltmeistertitel an José Raúl Capablanca. Dennoch gelangen ihm auch danach noch große Turniererfolge, etwa in Mährisch-Ostrau 1923 und New York 1924. Sein Lehrbuch des Schachspiels von 1925 zählt bis heute zu den Klassikern der Schachliteratur. Nach 1933 zwang ihn die antisemitische Politik der Nationalsozialisten ins Exil; über die Niederlande, London und die Sowjetunion gelangte er schließlich in die USA, wo er 1941 in New York starb.

Laskers Stil galt als pragmatisch, kämpferisch und außergewöhnlich widerstandsfähig. Besonders im Endspiel und in der Verteidigung war er seiner Zeit voraus.

Bücher von Emanuel Lasker:

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Alle Autoren findest du hier im ABC der Schachbuchautoren.
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