Alexei Shirov

Alexei Dmitrijewitch Shirov, geboren am 4. Juli 1972 in Riga, gilt als einer der kreativsten Angreifer seiner Zeit. Der lettisch-spanische Großmeister, oft mit Michail Tal verglichen, steht für kompromissloses Angriffsschach und spektakuläre Ideen – festgehalten in seinen Büchern Fire on Board (deutsch: Brett in Flammen).

Mit 17 wurde er einer der jüngsten Großmeister der Geschichte, 1990 Vizeweltmeister der Junioren, später die Nummer zwei der Welt. 1998 besiegte er Wladimir Kramnik in einem Match um die Herausfordererrolle gegen Garri Kasparow – doch das Weltmeisterschaftsduell kam nie zustande.

Quelle: Wikipedia, Stefan64

Shirov blieb einer der gefährlichsten Spieler des Weltklasseschachs. 2000 wurde er FIDE-Vizeweltmeister, 2009 Sieger des M-Tel Masters in Sofia. Legendär ist seine Partie gegen Wesselin Topalow (Linares 1998), in der der Zug 47… Lh3!! als einer der brillantesten der Schachgeschichte gilt.

Er spielte für Spitzenvereine in ganz Europa – unter anderem für den Hamburger SK, den Lübecker SV und die OSG Baden-Baden – und gewann zahlreiche Mannschaftstitel. Privat war er mehrfach verheiratet, unter anderem mit der litauischen Großmeisterin Viktorija Čmilytė, und ist Vater von fünf Kindern.

Shirov bleibt das Sinnbild des kreativen Schachs: ein Spieler, der auf dem Brett Funken schlägt – präzise, kompromisslos, unverwechselbar.

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