eine der prägendsten Figuren des sowjetischen Schachs. Den Weltmeistertitel trug er in drei Amtszeiten zwischen 1948 und 1963 und war der einzige Champion, der ihn zweimal durch Revanchekämpfe zurückeroberte.
Geboren im damaligen Großfürstentum Finnland, wuchs Botwinnik in St. Petersburg auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er früh durch einen Sieg in einer Simultanpartie gegen José Raúl Capablanca. In den 1930er Jahren etablierte er sich endgültig in der Weltspitze, unter anderem mit Turniererfolgen in Moskau und Nottingham. Nach dem Tod Alexander Aljechins gewann er 1948 das von der FIDE organisierte Weltmeisterturnier und wurde mit 36 Jahren Weltmeister.
Botwinnik galt als methodischer, wissenschaftlich arbeitender Spieler. Intensive Vorbereitung, systematische Eröffnungsanalyse und strategische Klarheit kennzeichneten seinen Stil. Er prägte die sowjetische Schachschule nachhaltig und widmete sich später der Nachwuchsförderung. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Anatoli Karpow, Garri Kasparow und Wladimir Kramnik.
Neben seiner Spielerkarriere beschäftigte sich Botwinnik auch mit Computerschach und Fragen der künstlichen Intelligenz. Er starb 1995 in Moskau.

Bücher von Alexander Aljechin:
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Alle Autoren findest du hier im ABC der Schachbuchautoren.
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